Kotztüten und Anpassungskurven

3 Dinge, die ich vom Segeln gelernt habe.

1. Von der Feindin zur Lehrerin — was ich von der Seekrankheit über Anpassungsprozesse und Widerstände gelernt habe

Wer hätte das gedacht. Und ich ging früher davon aus, dass ich wegen meiner Seekrankheit sicher nie würde segeln können, waren ja schon Fährenüberfahrten eine Qual. Tatsächlich habe ich während unserer Segelreise mehr als einmal die Fische gefüttert. Und gelitten. Und mich selbst verflucht. Und das Leben, die anderen, das Boot, die Wellen und überhaupt. Zugleich hat die Seekrankheit mich gezwungen mich auf eine Art mit mir selbst auseinanderzusetzen, wie ich das bis dahin noch nie getan hatte. Und ich konnte nicht aus. Sie hat mir gezeigt, wie sehr ich im Alltag gegen mich selbst, meine Intuition und meine Bedürfnisse gehe. Wie sehr ich alle Signale ignoriere, bis ich dann mal wieder mit einer Lungenentzündung einen Monat flachliege.

2. Gegenwind ist auch Wind…

…aber gegenan segeln funktioniert trotzdem nicht. Was aber durchaus geht, ist hoch am Wind zu kreuzen. Kreuzen heißt zick zack segeln für die Nichtsegler. Und hoch am Wind ist, wenn der Wind von ganz schräg vorne kommt. Kaffeesegeln sieht jedenfalls anders aus. Meistens baut sich nämlich mit dem Wind von vorne eine ganz schöne See auf, und das Boot kracht in jede Welle. Das bedeutet dann blaue Flecken und Festkrallen beim Kochen.

Bunkern geht auf dem Boot nur begrenzt

3. Sweetspot zwischen Minimalismus und Backup

Ich werde oft gefragt, ob, wenn man eh nicht wirklich planen kann, am besten in den Tag hineinlebt, ohne an morgen zu denken. Oder doch lieber auf alles vorbereitet ist, also wie der Prepper, der auf Jahre im Voraus Klopapier und Nudeln bunkert.

Uncertainty Expert | Future Thinker | Blue Water Sailoress Hallo I’m Rike. When I’m not thinking about uncertainty and randomness, I sail the oceans.

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